Der offizielle Bodensee-Radweg
Wer einmal auf dem Bodensee-Radweg unterwegs war, versteht sofort, warum er zu den beliebtesten Radrouten Europas zählt: Auf 259 Kilometern führt die Strecke durch Deutschland, Österreich und die Schweiz – immer nah am Wasser, immer mit neuem Blick auf den See. Mittelalterliche Altstädte, blühende Obstgärten, Weinberge, Naturschutzgebiete und das Alpenpanorama im Hintergrund machen jede Etappe zu einem eigenen Erlebnis. Alle wichtigen Informationen und Tipps für Ihre Radtour finden Sie hier - scrollen Sie für die perfekte Planung bis ganz nach unten!
Einmal um den ganzen See – die Etappen des Bodensee-Radwegs
Der Bodensee-Radweg lässt sich flexibel planen: Sie können an jedem Punkt einsteigen und die gesamten 259 Kilometer in mehreren Etappen zurücklegen – im Uhrzeigersinn mit dem See stets auf der rechten Seite und bestem Blick auf das Panorama. Für Einsteiger und Familien empfehlen sich gemütliche Etappen von 20–30 km, sportliche Radler können längere Strecken von 50–70 km zwischen den Highlights meistern. Besonders lohnend sind Pausen in den malerischen Orten, um die regionale Vielfalt zu entdecken. Unsere Empfehlung: Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie die Vierländerregion in Ihrem eigenen Tempo. Je langsamer Sie fahren, desto mehr entdecken Sie. Hier der Vorschlag für 8 Tagesetappen!
Etappe 1: Konstanz – Überlingen (ca. 51 km)
Die Tour beginnt in der lebendigen Universitätsstadt Konstanz – einem der schönsten Ausgangspunkte am westlichen Bodensee. Von hier führt der Weg an der Blumeninsel Mainau vorbei, über den Bodanrück mit seinen stillen Wäldern und Aussichtspunkten hinunter nach Bodman-Ludwigshafen am Überlinger See. Der letzte Abschnitt schlängelt sich entlang des Ufers bis ins mittelalterliche Überlingen – eine Stadt, die mit ihrer Altstadt, dem Stadtpark sowie weiteren Uferanlagen und dem Blick auf die Alpen begeistert.
Etappe 2: Überlingen – Friedrichshafen (ca. 29 km)
Die zweite Etappe ist eine der abwechslungsreichsten der gesamten Runde. Vorbei an der Wallfahrtskirche Birnau mit ihrem Blick über den See, durch das UNESCO-Weltkulturerbe der Pfahlbauten in Uhldingen-Mühlhofen und an der imposanten Burg Meersburg entlang führt der Weg durch malerische Weingärten bis nach Friedrichshafen – der Zeppelinstadt am See.
Etappe 3: Friedrichshafen – Lindau (ca. 23 km)
Eine der kürzesten, aber nicht minder schönen Etappen: Von Friedrichshafen geht es am Wasser entlang durch das naturgeschützte Eriskircher Ried, vorbei an der Halbinsel Wasserburg bis zur Inselstadt Lindau. Wer möchte, legt hier eine ausgiebige Pause ein – Lindaus Altstadt, Hafen und Promenade laden zum Verweilen ein.
Etappe 4: Lindau – Rorschach (ca. 38 km)
Auf dieser Etappe passieren Sie gleich drei Länder: Von Lindau (Deutschland) geht es weiter nach Bregenz (Österreich) mit seinem Festspielhaus direkt am See, dann durch das weitläufige Rhein-Delta – ein einzigartiges Naturschutzgebiet – und schließlich über die Grenze in die Schweiz bis nach Rorschach. Ein Abschnitt voller Weite, Wasser und Ausblicke.
Etappe 5: Rorschach – Konstanz (ca. 38 km)
Die fünfte Etappe führt entlang des Schweizer Ufers: von Rorschach über Arbon und Romanshorn bis nach Kreuzlingen und schließlich zurück nach Konstanz. Weite Wiesen, charakteristische Apfelplantagen, ruhige Uferwege, kleine Fischerdörfer und der kristallklare See begleiten Sie auf diesem idyllischen Abschnitt.
Etappe 6: Konstanz – Stein am Rhein (ca. 31 km)
Wer den Untersee noch nicht kennt, wird hier überrascht sein: Die sechste Etappe führt am Schweizer Ufer entlang durch heimelige Fachwerkdörfer und kleine Weinorte bis nach Stein am Rhein – einer der besterhaltenen mittelalterlichen Kleinstädte der Schweiz, die einen Zwischenstopp unbedingt verdient.
Etappe 7: Stein am Rhein – Radolfzell (ca. 21 km)
Über die bekannte Künstlerhalbinsel Höri – mit ihren sanften Hügeln, Ateliers und Weinbergen – führt die siebte Etappe bis nach Radolfzell. Ein kurzer, ruhiger Abschnitt, der Zeit lässt für Einkehr und Genuss.
Etappe 8: Radolfzell – Konstanz (ca. 21 km)
Die letzte Etappe schließt den Kreis: Von Radolfzell über Allensbach zurück nach Konstanz – und damit zurück zum Ausgangspunkt. Ein ruhiger, beschaulicher Abschluss einer unvergesslichen Runde um den See.
💡Unser Tipp: Die passende Unterkunft für Ihre Etappe
Gut schlafen, gut starten: Entlang des Bodensee-Radwegs warten fahrradfreundliche Unterkünfte – von der urigen Pension bis zum Hotel mit Seeblick. Wir empfehlen jedoch, Unterkünfte frühzeitig zu buchen – gerade für nur eine Nacht kann die Verfügbarkeit in der Saison schnell knapp werden. So können Sie sich ganz auf Ihre Tour konzentrieren. Jetzt Unterkunft finden und bequem online buchen.
Impressionen von der Strecke
Zwischen Uferwegen, Weitblicken und charmanten Orten zeigt sich der Bodensee-Radweg von seiner schönsten Seite. Entdecken Sie die abwechslungsreichen Etappen zwischen See, Natur und Kultur und lassen Sie sich von unseren Bildern inspirieren!
Gut zu wissen: Tipps für Ihre Radtour
Wer Teilstrecken abkürzen oder variieren möchte, kann den Bodensee-Radweg ideal mit Schiff, Fähre oder Bahn kombinieren. Das ist nicht nur bequem – es schafft auch Zeit für Sehenswürdigkeiten, Abstecher ins Umland oder eine Badepause am See. Damit Ihr Radurlaub am Bodensee von Anfang an entspannt startet, haben wir die wichtigsten Informationen zusammengefasst.
Häufig gestellte Fragen
Sie planen Ihre Radtour rund um den Bodensee-Radweg? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten.
1. Bodensee-Radweg & Streckenführung
-
Der Bodensee-Radweg ist 259 Kilometer lang und führt durch Deutschland, Österreich und die Schweiz.
-
Der Bodensee-Radweg verläuft größtenteils in Ufernähe – das ist das Besondere an dieser Route. Dadurch haben Sie fast ständig den See im Blick und können sich jederzeit eine erfrischende Abkühlung im Wasser gönnen. Auf einigen Etappen führt der Weg auch etwas abseits oberhalb des Sees durch Weinberge und Streuobstwiesen; ein kleiner Teilabschnitt zwischen Immenstaad und Friedrichshafen führt parallel zur Hauptstraße entlang.
-
Weiter zu KomootDer Bodensee-Radweg ist durchgehend mit schwarzweiß-blauen Schildern mit Radler-Symbol gekennzeichnet. Die Beschilderung ist sehr zuverlässig, sodass Sie sich leicht orientieren können. Trotzdem lohnt es sich, zusätzlich eine Karte oder Navigation (App/GPX) dabei zu haben. Wir empfehlen Ihnen die Navigations-App Komoot zu nutzen.
-
Unser Tipp
Hier geht's direkt zur TourJa, das ist möglich. Die Route des Bodensee-Radwegs steht auf Komoot zur Verfügung und kann direkt zur Navigation genutzt werden.
-
Es eignen sich kürzere Abschnitte mit täglichen Distanzen von 21 bis 51 Kilometern. So können Sie den Bodensee-Radweg entspannt in 8 Etappen genießen und alle Highlights am Wegesrand zu erkunden.
-
Grundsätzlich können Sie an jedem Punkt einsteigen. Besonders beliebt als Startpunkt ist Konstanz – gut erreichbar mit der Bahn und mit direktem Anschluss an die erste Etappe. Am besten radeln Sie den Bodensee im Uhrzeigersinn – also rechts herum. So liegt der See stets auf Ihrer rechten Seite und Sie genießen den besten Ausblick auf das Seepanorama und die Alpen.
-
Ja, der Bodensee-Radweg ist perfekt für Familien. Die Route verläuft größtenteils direkt am Seeufer auf gut ausgebauten Wegen. Planen Sie bewusst Zeit für Spielplätze, Badestellen und Pausen ein – so wird die Tour zum Familienerlebnis. Mit Schiffen und Zügen können einzelne Etappen abgekürzt werden, wenn die Kinder müde werden.
-
Damit Ihr Radurlaub perfekt wird, empfehlen wir eine Checkliste für die Ausrüstung. Fahrrad, Helm, wettergerechte Kleidung und ein paar Snacks. Nutzen Sie die zahlreichen Verleihstationen entlang des Sees oder die Radservice-Stationen für schnelle Reparaturen, informieren Sie sich über das Wetter und die aktuellen Bedingungen über die Webcams. Das alles hilft, den Bodensee-Radweg möglichst komfortabel zu erfahren.
2. Unterkünfte für Radfahrer
-
Entlang des Bodensee-Radwegs gibt es zahlreiche fahrradfreundliche Unterkünfte – von urigen Pensionen bis zu Hotels mit Seeblick. Viele Unterkünfte bieten spezielle Services wie Fahrradabstellplätze, Lademöglichkeiten für E-Bikes und Reparaturservice. Bei Buchung einer Unterkunft in einer Echt Bodensee Card-Gemeinde erhalten Sie zusätzlich kostenlose Fahrt mit Bus und Bahn.
-
- Die Suche nach einer Unterkunft für nur eine Nacht ist am Bodensee oft eine Herausforderung, besonders in der Hochsaison. Wir empfehlen daher, Ihre Unterkünfte bereits im Voraus zu buchen. So sichern Sie sich die besten Plätze entlang des Radwegs und können sich ganz auf Ihre Tour konzentrieren.
- Wer die Tour spontan gestaltet, sollte sich bereits vormittags um die Unterkunft für die nächste Nacht kümmern – eventuell lässt sich die Strecke noch anpassen.
-
Dann ist sternförmiges Radeln eine gute Alternative: Sie bleiben mehrere Nächte in einer zentralen Unterkunft und starten jeden Tag zu einer neuen Tour. Dank Zug sowie Schiffs- und Fährverbindungen am Bodensee lassen sich Strecken flexibel als Tagestour oder One-Way-Variante planen – Rückfahrt inklusive.
-
Wenn entlang der geplanten Strecke keine passende Unterkunft für nur eine Nacht verfügbar ist, lohnt sich sternförmiges Radeln: Sie bleiben mehrere Nächte in einer zentralen Unterkunft und starten jeden Tag zu einer neuen Tagestour in eine andere Richtung.
Durch die guten Zugverbindungen sowie Schiffs-/Fährverbindungen am Bodensee können Sie Touren flexibel gestalten – z. B. als Einwegstrecke fahren und anschließend bequem mit Bahn oder Schiff zurück zum Ausgangspunkt.
3. Rad-Transport in Bahn, Schiff & Fähre
-
Ja, die Radmitnahme in Nahverkehrszügen im bodo-Verbundgebiet ist teilweise kostenfrei – besonders mit der Echt Bodensee Card. Allerdings ist die Kapazität begrenzt, daher sollten Sie Stoßzeiten meiden. Mit der Echt Bodensee Card fahren Sie kostenfrei mit Bus und Bahn, wenn Sie in einer Card-Gemeinde übernachten.
-
Mehrere Schiffsbetriebe am Bodensee ermöglichen die Radmitnahme:
- Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB): Radmitnahme auf Kursschiffen (April–Oktober). Montag ist Fahrradtag – vor dem 27. Juni und nach dem 15. September kostenlos!
- Bodensee-Fähre (Friedrichshafen–Romanshorn): Ganzjährig, Radmitnahme auf allen Verbindungen
- Katamaran (Friedrichshafen–Konstanz): Max. 10 Räder, Kinder- & Klappfahrräder bis 21 Zoll kostenfrei
- Fähre Meersburg–Konstanz: Ganzjährig, mit Bike-Tour-Ticket
- Personenschifffahrt Giess (Überlingen–Wallhausen): Täglich, barrierefreier Einstieg
-
Die Radmitnahme ist grundsätzlich möglich, aber es gibt Kapazitätsbeschränkungen. Besonders beim Katamaran sind nur maximal 10 Räder möglich. Wir empfehlen, sich vor Fahrtantritt auf den Webseiten der Reedereien über aktuelle Verbindungen und Tarife zu informieren. In den Randzeiten (frühe Morgenstunden oder früher Nachmittag) haben Sie bessere Chancen.
-
Die Kosten variieren je nach Schiffsbetrieb und Strecke. Besonderer Tipp: Der Montag ist Fahrradtag bei den Bodensee-Schiffsbetrieben – vor dem 27. Juni und nach dem 15. September werden Fahrräder kostenlos transportiert (nicht an Feiertagen). Das Bike-Tour-Ticket ist eine günstige Option für Radfahrer, die den Überlinger See mit Schiff und Rad erkunden möchten.
4. Eine Radtour macht hungrig und durstig
-
Ja, entlang des Bodensee-Radwegs gibt es immer wieder Hofläden, in denen sich regionale Produkte für eine kleine Pause oder ein Mitbringsel entdecken lassen. Wer den Radurlaub mit regionalem Genuss verbinden möchte, findet am Weg und in der Umgebung vielfältige Möglichkeiten.
-
Für eine Picknickpause bieten sich am Bodensee-Radweg viele schöne Plätze mit Blick auf den See, Grünflächen am Ufer oder ruhige Abschnitte entlang der Strecke an. Je nach Etappe lohnt es sich, eine Pause bewusst einzuplanen und Proviant mitzunehmen. Inspirationen für schöne Stopps entlang des Weges finden Sie hier:
-
Ja, entlang des Bodensee-Radwegs und in den Orten am Weg gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten – von der klassischen Gastronomie bis hin zu saisonalen Besenwirtschaften. So lässt sich eine Radtour gut mit regionalen Spezialitäten und genussvollen Pausen verbinden.
-
Wer auf dem Bodensee-Radweg unterwegs ist, kann die Trinkflasche an verschiedenen Stellen entlang der Route oder in den Orten am Weg wieder auffüllen. Je nach Abschnitt stehen dafür Refill-Stationen oder Trinkwasserbrunnen zur Verfügung.