Den Bodensee-Radweg mit Kindern befahren
Mit Kindern macht radeln am Bodensee besonders Spaß: auf gut ausgebauten Wegen, mit vielen kurzen Zwischenstopps und immer wieder mit der Möglichkeit zur Abkühlung am See. Diese Familien-Variante des Bodensee-Radwegs mit Kindern führt Sie in mehreren entspannten Tagen von Konstanz am deutschen Ufer bis zur Inselstadt Lindau. Unterwegs warten Spielplätze, Badestellen, Tiererlebnisse, Minigolf, Eispausen und kleine Genussmomente – genau richtig, wenn die Strecke nicht „abgefahren“, sondern erlebt werden soll.
Familienfreundliche Etappen: Erlebnisse zwischen Konstanz und Lindau
Damit alle gern im Sattel bleiben, zählen auf dieser Tour vor allem: überschaubare Distanzen, viel Schatten und Pausen mit echtem „Wow“. Planen Sie pro Tag bewusst Zeit für Spielplätze, Badestellen und kleine Abenteuer ein, damit aus jeder Etappe ein Familienausflug wird.
Etappe 1: Konstanz – Überlingen (51 km)
Starten Sie entspannt in Konstanz. Ein erster Halt lohnt sich in Bodman-Ludwigshafen für eine Spielplatzpause am Wasser.
Auf dem Weg sorgen immer wieder Uferabschnitte für kleine Stopps: Steine flitschen lassen, Boote beobachten, Trinkpause im Schatten. Wer mag, plant eine Badestellen-Pause im Strandbad Bodman ein, bevor es weiter Richtung Überlingen geht. Dort wartet zum Tagesabschluss ein Spaziergang zum Uferpark mit tollen Spielgeräten und direktem Zugang zum See und natürlich die verdiente Eispause.
💡 Unser Tipp: Legen Sie die Tagesstrecke so, dass am Nachmittag noch „Luft“ für Seezeit bleibt. Für Familien ist weniger Strecke oft mehr Urlaub.
Etappe 2: Überlingen – Friedrichshafen (ca. 29 km)
Die zweite Etappe lässt sich wunderbar als Erlebnistag gestalten. Ein Abstecher zum Affenberg Salem bietet frei lebende Berberaffen und tierische Momente, die den perfekten Motivationsschub für Familien geben.
Danach erwartet Sie der Welterbe-Spielplatz am Naturstrand in Unteruhldingen mit tollem Blick auf die Pfahlbauten in Unteruhldingen – eine Pause, die alle wieder in Bewegung bringt.
Die alte Burg Meersburg bietet dann das nächste Highlight: Geschichte zum Anfassen, besonders am Wochenende, wenn dort lebendige Szenen stattfinden. Von hier aus führt der Weg nach Friedrichshafen, wo Sie den Tag am Wasser ausklingen lassen können – mit Platz zum Toben, Blick auf Schiffe und einem entspannten Abendessen ohne Hektik.
💡 Unser Tipp: Im Immenstaader Käpt'n Golf finden Sie die perfekte Spielpause: Minigolf mit Seeblick bringt neue Energie, bevor es weiter nach Friedrichshafen geht.
Etappe 3: Friedrichshafen – Lindau (ca. 23 km)
Diese Etappe lädt dazu ein, den Sattel zwischendurch mal stehen zu lassen. Im Eriskircher Ried erwartet Sie ein Entdecker-Erlebnis: Leihen Sie sich den Riedrucksack aus und begeben Sie sich mit der ganzen Familie auf den Entdeckungspfad von Berti Biber.
Wenn die Beine müde werden, hilft eine Abkühlung im Aquamarin Wasserburg. Der Wasserspielplatz, Rutschen und die Surfschule, in der man SUP's ausleihen kann, bringen neue Energie, bevor es weitergeht. In Lindau angekommen erwarten Sie Hafen, Promenade und Inselflair – perfekt für ein Familienfoto und die letzte Eisdiele der Tour.
💡 Unser Tipp: Planen Sie eine Pause im Grünen ein und decken Sie sich in den Hofläden mit Proviant ein, wie beim Bio Obsthof Bildgarten in Wasserburg.
Etappe 4: Lindau – Rorschach (ca. 38 km)
Auf dieser Etappe passieren Sie gleich drei Länder: Von Lindau (Deutschland) geht es weiter nach Bregenz (Österreich) mit seinem Festspielhaus direkt am See, dann durch das weitläufige Rhein-Delta – ein einzigartiges Naturschutzgebiet – und schließlich über die Grenze in die Schweiz bis nach Rorschach. Ein Abschnitt voller Weite, Wasser und Ausblicke.
💡 Unser Tipp: Ein Abstecher zur Pfänderbahn in Bregenz lohnt sich. Von oben hat man einen der schönsten Blicke über den gesamten Bodensee.
Etappe 5: Rorschach – Konstanz (ca. 38 km)
Die fünfte Etappe führt entlang des Schweizer Ufers: von Rorschach über Arbon und Romanshorn bis nach Kreuzlingen und schließlich zurück nach Konstanz. Weite Wiesen, charakteristische Apfelplantagen, ruhige Uferwege, kleine Fischerdörfer und der kristallklare See begleiten Sie auf diesem idyllischen Abschnitt.
💡 Unser Tipp: Planen Sie einen Stopp am Schloss Arbon ein. Das markante Schloss direkt am Seeufer ist ein schöner Zwischenstopp mit Geschichte zum Anfassen.
Etappe 6: Konstanz – Stein am Rhein (ca. 31 km)
Wer den Untersee noch nicht kennt, wird hier überrascht sein: Die sechste Etappe führt am Schweizer Ufer entlang durch heimelige Fachwerkdörfer und kleine Weinorte bis nach Stein am Rhein – einer der besterhaltenen mittelalterlichen Kleinstädte der Schweiz, die einen Zwischenstopp unbedingt verdient.
💡 Unser Tipp: Wer noch etwas Zeit mitbringt, macht einen Stopp im Sea Life Konstanz, der Unterwasserwelt, ideal für neugierige Kinder.
Etappe 7: Stein am Rhein – Radolfzell (ca. 21 km)
Über die bekannte Künstlerhalbinsel Höri – mit ihren sanften Hügeln, Ateliers und Weinbergen – führt die siebte Etappe bis nach Radolfzell. Ein kurzer, ruhiger Abschnitt, der Zeit lässt für Einkehr und Genuss.
💡 Unser Tipp: Kurz vor dem Ziel lohnt sich ein Stopp im Radolfzeller Ortsteil Böhringen. Hier leben gleich mehrere Storchenfamilien. Wie viele Störche können Sie zählen?
Etappe 8: Radolfzell – Konstanz (ca. 21 km)
Die letzte Etappe schließt den Kreis: Von Radolfzell über Allensbach zurück nach Konstanz und damit zurück zum Ausgangspunkt. Ein ruhiger, beschaulicher Abschluss einer unvergesslichen Runde um den See.
💡 Unser Tipp: Planen Sie eine große Pause im Wild- und Freizeitpark Allensbach ein, bevor Sie die letzte Etappe beenden.
Abenteuer ahoi!
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Häufig gestellte Fragen
Sie planen Ihre Radtour rund um den Bodensee-Radweg? Hier finden Sie die wichtigsten Antworten.
1. Bodensee-Radweg & Streckenführung
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Ja – viele Abschnitte am deutschen Ufer sind gut ausgebaut und lassen sich in familienfreundlichen Distanzen planen. Am entspanntesten wird es, wenn Sie pro Tag bewusst Zeit für Spielplätze, Pausen und eine Badestelle einplanen.
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Der Bodensee-Radweg verläuft größtenteils in Ufernähe – das ist das Besondere an dieser Route. Dadurch haben Sie fast ständig den See im Blick und können sich jederzeit eine erfrischende Abkühlung im Wasser gönnen. Auf einigen Etappen führt der Weg auch etwas abseits oberhalb des Sees durch Weinberge und Streuobstwiesen; ein kleiner Teilabschnitt zwischen Immenstaad und Friedrichshafen führt parallel zur Hauptstraße entlang.
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Weiter zu KomootDer Bodensee-Radweg ist durchgehend mit schwarzweiß-blauen Schildern mit Radler-Symbol gekennzeichnet. Die Beschilderung ist sehr zuverlässig, sodass Sie sich leicht orientieren können. Zusätzlich können Sie sich mit Karten oder Navigations-Apps wie Komoot unterstützen.
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Für Familien sind mehrere Tage ideal, damit der Fokus auf Erlebnissen liegt und nicht auf Kilometern. Die genaue Einteilung hängt vom Alter der Kinder, Pausenrhythmus und Ihren gewünschten Stopps (z. B. Affenberg, Abenteuer-Minigolf) ab.
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Grundsätzlich können Sie an jedem Punkt einsteigen. Besonders beliebt als Startpunkt ist Konstanz – gut erreichbar mit der Bahn und mit direktem Anschluss an die erste Etappe. Am besten radeln Sie den Bodensee im Uhrzeigersinn – also rechts herum. So liegt der See stets auf Ihrer rechten Seite und Sie genießen den besten Ausblick auf das Seepanorama und die Alpen.
2. Rad-Transport in Bahn, Schiff & Fähre
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In vielen Bereichen ist das gut möglich, weil die Wege überwiegend befestigt sind. Für mehr Komfort mit Anhänger oder kleinen Kindern lohnt es, Etappen kürzer zu planen und Stoßzeiten zu meiden.
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Ja, absolut! Die Kombination aus Rad und Schiff bietet Familien maximale Flexibilität. Gerade mit Kindern ist es oft entspannter, eine längere Strecke mit dem Schiff zu fahren und dafür mehr Zeit für Pausen, Spielplätze und Badestellen zu haben. So wird aus einer anstrengenden Radtour ein echtes Familienerlebnis mit Abwechslung.
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Ja, das ist problemlos möglich. Viele Schiffsbetriebe nehmen Fahrräder mit und verkehren zwischen den Seegemeinden. So können Familien beispielsweise eine längere oder anspruchsvollere Etappe mit dem Schiff fahren und die anderen Abschnitte aktiv radeln. Das ist besonders praktisch, wenn die Kinder müde werden oder das Wetter umschlägt.
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Mehrere Schiffsbetriebe am Bodensee ermöglichen die Radmitnahme:
- Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB): Radmitnahme auf Kursschiffen (April–Oktober). Montag ist Fahrradtag – vor dem 27. Juni und nach dem 15. September kostenlos!
- Bodensee-Fähre (Friedrichshafen–Romanshorn): Ganzjährig, Radmitnahme auf allen Verbindungen
- Katamaran (Friedrichshafen–Konstanz): Max. 10 Räder, Kinder- & Klappfahrräder bis 21 Zoll kostenfrei
- Fähre Meersburg–Konstanz: Ganzjährig, mit Bike-Tour-Ticket
- Personenschifffahrt Giess (Überlingen–Wallhausen): Täglich, barrierefreier Einstieg
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Die Radmitnahme ist grundsätzlich möglich, aber es gibt Kapazitätsbeschränkungen. Besonders beim Katamaran sind nur maximal 10 Räder möglich. Wir empfehlen, sich vor Fahrtantritt auf den Webseiten der Reedereien über aktuelle Verbindungen und Tarife zu informieren. In den Randzeiten (frühe Morgenstunden oder früher Nachmittag) haben Sie bessere Chancen.
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Das BikeTour-Ticket kombiniert Fährtfahrten mit Radtouren. Die Obersee-Tour (ganzjährig) verbindet Konstanz–Meersburg–Friedrichshafen–Romanshorn, etwa 45 km Radstrecke. Die Überlingersee-Tour (April–September) führt von Konstanz über Meersburg, Überlingen und Wallhausen, etwa 25 km Radstrecke. Tickets gibt es online, auf den Fähren und beim Personenschiff.
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Ja, absolut! Das Biketour-Ticket ist speziell für Familien konzipiert und bietet zwei flexible Varianten. Mit dem Familientarif (zwei Erwachsene + alle Kinder bis 15 Jahre) können Familien flexibel entscheiden, welche Strecken sie radeln und welche sie mit dem Schiff fahren. Das ist deutlich günstiger, als einzelne Fährtickets zu kaufen. Besonders praktisch: Familien können die Tour an jedem beliebigen Ort starten.