Irisblüte
im Eriskircher Ried

Das Eriskircher Ried bietet ab Mitte Mai bis Anfang Juni ein faszinierendes Naturschauspiel, wenn die „Irisblüte“ die hektargroßen Wiesen in ein blaulila Blütenmeer verwandelt.

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Elegantes Blütenwunder

Von seiner farbenprächtigsten Seite präsentiert sich das Eriskircher Ried von Mitte Mai bis Anfang Juni, wenn Tausende Sibirische Schwertlilien die nassen Riedwiesen in ein blau-violettes Blütenmeer verwandeln, in das einzelne gelbe Blüten der Wasser-Schwertlilie eingestreut sind.

Irisblüte im Eriskircher Ried

Das Eriskircher Ried und seine Iris

Die Sibirische Schwertlilie, von den Einheimischen nach ihrem wissenschaftlichen Gattungsnamen kurz „Iris“ genannt,  ist die bekannteste Pflanze des Eriskircher Rieds. Ihr Name leitet sich von ihrem großen Verbreitungsgebiet ab, das sich vom Oberrheingebiet bis Westsibirien erstreckt.

Es handelt sich also keineswegs um eine von Menschen eingebrachte, gebietsfremde Art, wie viele Besucher vermuten. Die Sibirische Schwertlilie gilt bundesweit als stark im Bestand gefährdet, das Vorkommen im Eriskircher Ried gilt als eines der größten und bedeutendsten im Land.

Wann blüht die sibirische Schwertlilie?

Die Blütezeit der Sibirischen Schwertlilie, kurz Iris genannt, unterlag die letzten Jahren recht großen Schwankungen – eine Folge der zum Teil extremen Witterung. Durchschnittlich blüht die Iris rund drei Wochen im Jahr. Auf dem Blütenbarometer informieren wir Sie über den aktuellen Stand der Blüte.

Erste Teilflächenbefinden sich in der Vollblüte - machen Sie sich auf den Weg ins Eriskircher Ried.

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Unser Tipp für Sie

Infos zur Irisblüte und über die Natur des Rieds gibt’s im Naturschutzzentrum Eriskirch im ehemaligen Bahnhof der Gemeinde Eriskirch. Wir empfehlen Ihnen unterwegs einen Abstecher zu machen. Ein Besuch der Dauerausstellung „Natur am Bodensee“ vermittelt spannende Einblicke in den ganz besonderen Lebensraum und informiert über die Flora und Fauna am Bodensee, ganzjährig bietet das Haus Führungen an.

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Ab Mitte Juni weicht das Blau der Schwertlilien schließlich dem Gelb mehrerer typischer, hochwüchsiger Stauden, wie dem Sumpf-Greiskraut, der Gelben Wiesenraute, dem Weidenblättrigen Alant und dem Mädesüß, bevor dann im Spätsommer Kanten-Lauch und Wohlriechender Lauch zu Tausenden blühen.

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Den wertvollen Lebensraum im
Eriskircher Ried erkunden

Das Eriskircher Ried ist nicht nur Heimat für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, es ist auch ein kleines Paradies für große und kleine Wanderinnen und Wanderer. Auf den eigens angelegten Rundwegen kann man die Natur am besten erkunden, ohne dass man den Ökosystemen dabei schaden würde.
 Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Eindrücke vom Eriskircher Ried auf Instagram mit uns teilen: @naz.eriskirch und @echtbodensee

Textbeitrag ©Naturschutzzentrum Eriskirch, Gerhard Kersting